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Die Geschichte der Sex Pistols
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Die Geschichte der Sex Pistols

Kaum eine Band, die nur etwa zwei Jahre existierte, hinterließ so einen tiefen Eindruck auf uns, wie die Sex Pistols. Sie wollten schockieren und dem Bürgertum in die Suppe spucken. Etwas völlig Neues (es war 1975 – Vergleichbares gab es bisher noch nicht) musste von Johnny Rotten & Co. erst einmal erfunden werden; ihr Slogan: »I wanna destroy, possibly?«.

Die Band entstand nicht durch ihre beiden schillernden Mitglieder Johnny Rotten (Gesang) und Sid Vicious (Bass), sondern wurde von Steve Jones, Paul Cook und Glen Matlock gegründet. Die Jungs hingen oft in dem T-Shirt-Laden »Sex / Let it Rock« von Malcolm McLaren und seiner Freundin Vivienne Westwood herum. Irgendwie kamen sie auf die Idee Musik zu machen. Malcolm erklärte sich bereit, einen Sänger zu finden und wurde so zum Manager der »Sex Pistols« (den Namen gab Malcolm der Gruppe – es war die Aufschrift eines T-Shirts, das er in seinem Laden verkaufte).

Er wurde auf John Lydon aufmerksam, als er ihn mit einem T-Shirt mit dem Aufdruck »I hate Pink Floyd« in der King’s Road in London sah. Am gleichen Abend verabredeten sich alle fünf in einem Pub – die Sex Pistols waren geboren.

Ihren ersten Live-Auftritt hatten sie am 6. Oktober 1975 an der St. Martins School of Art in London als Vorband von Bazooka Joe. Sie spielten Cover-Versionen von 60’s-Songs (u.a. von den Small Faces) und versuchten sich mit erstem eigenen Material.

Johnny nahm den Namen »Rotten« an, weil Steve ihn andauernd auf den desolaten Zustand seiner (etwas grünlichen) Zähne aufmerksam machte – lecker!

Langsam wurde die britische Musikpresse (z.B. »Sounds«) auf die Jungs aufmerksam und am 8. Oktober 1976 war es schließlich soweit: die Band unterzeichnete einen Plattenvertrag beim Label EMI (die erste Single »Anarchy in the UK / I wanna be me« erschien kurz darauf – der erste Song wurde der Punk-Klassiker). Das berühmte »Bill Grundy«-Fernseh-Interview in dem die Band live den Journalisten und die Zuschauer beleidigten, nachdem der Journalist Rotten und Jones provozierte, machte die Sex Pistols über Nacht bekannt.

Johnny wurde wegen Besitzes von Speed inhaftiert, EMI kündigte der Gruppe wegen dem Grundy-Interview den Vertrag und Glen Matlock verließ die Band. Aber von kleinen Rückschlägen lässt man sich nicht unterkriegen: sie holten sich Sid Vicious (John Simon Ritchie) als Ersatz für Matlock an den Bass (er musste vorher noch schnell spielen lernen!) und die Plattenfirma Virgin nahm die vier unter Vertrag.

»God save the Queen« erscheint rechtzeitig zum Thronjubiläum der Queen und landet sofort auf Platz eins der britischen Charts. Viele Plattenläden und Radio-Stationen boykottieren die Pistols und um ein Auftrittsverbot zu umgehen macht die Band eine »Undercover«-Tour unter dem Namen The SpotsSex Pistols On Tour Secretly«). Ebenfalls im Jahr 1977 erscheint ihre erste Platte »Never mind the bollocks – here’s the Sex Pistols«.

1978 kam das Aus für die Gruppe. Zuerst wollten sie noch Amerika erobern. Doch auf dem achten Gig ihrer USA-Tour in San Francisco brechen sie das Konzert mit den Worten »Ever got the feeling you’ve been cheated?« ab. Am 17. Januar 1978 trennen sie sich offiziell.

Rotten gründet seine Band PIL (Public Image Limited), mit der er heute noch Platten veröffentlicht. Sid stirbt am 2. Februar 1979 an einer Überdosis Heroin (ein paar Monate nachdem er wegen Mordes an seiner Freundin Nancy Spungen angeklagt wurde).

Überflüssigerweise gab es 1996 eine grottenschlechte Reunion-Tour und auch 2002 ließen sie es sich nicht nehmen, anlässlich des 50. Thronjubiläums der Queen einen Auftritt zu liefern.

Warum zerbrach alles so schnell? Wollten sie es nicht dem Establishment zeigen? Wollten sie nicht eine neue, freie und kreativ-individuelle Jugendkultur begründen? Die starren Formen des Bürgertums waren ihnen verhasst und ich kann das auch verstehen. Man wurde gezwungen so zu sein, wie die Mehrheit es wollte.

Doch ihre Antwort (Negation des Bürgerlichen) führte wieder nur zu einer »Uniform« – zu einem neuen Einheitslook und einem Einheits-Verhalten der Jugendlichen. Man war »Punk« und als Punk muss man dieses und jenes denken, sagen, so und so aussehen – wo blieb die Freiheit, die Individualität? Rotten selbst sagte in einem Interview: »Diese Scheiß-Punks machten alles kaputt. Auf einmal liefen alle gleich herum – Lederjacken und Nieten. wir wollten genau das zerstören, wir wollten, dass die Leute Individuen sind.«

Doch wie so oft hat die Revolution nicht funktioniert – nichts hat sich wirklich verändert. Die Erben der Sex Pistols, die heutigen Punk-Bands, drehen Musik-Videos, die mehrere hunderttausend Dollar kosten. Die Rebellion der Punks ist nur ein Märchen. Es wird ihnen nur soweit erlaubt, anders zu sein, wie es die Musik-Industrie, die Gesellschaft und der Staat erlauben. Geld regiert die Welt und man kann sogar als Punk-Rocker Millionen verdienen.

Aber viele Leute haben ein Leben, das ihnen diktiert wird satt. Sie wollen Originale sein – bloß wie? Du musst zuerst einmal wissen wer du bist und warum du da bist. Und niemand anderes als dein Schöpfer kann dir das sagen. Nur Gott, der dich und mich und die ganze Welt gemacht hat, weiß, warum Er das alles geschaffen hat, warum du lebst, wie du leben kannst, dass sich dein Leben wirklich lohnt und wie du echten Sinn und Erfüllung bekommen kannst. All das steht in der Bibel, der »Gebrauchsanweisung für das Leben«.

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Der Artikel wurde am Samstag, 31. Dezember 2011 veröffentlicht.
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