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Sind wir nicht alle ein bisschen Adam und Eva?
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Sind wir nicht alle ein bisschen Adam und Eva?

Adam und Eva sind das berühmteste Pärchen der Geschichte. Nur Romeo und Julia sind (fast) so bekannt. Aber im Gegensatz zum Shakespeare-Stück, erzählt der biblische Bericht kein wild-romantisches Liebesdrama. Die Bibel zeigt den Menschen, so wie er ist: Meist ist er nicht edel, nicht hilfreich und nicht gut.

Das gilt auch für Adam und Eva. Sie hatten nur ein Gebot von Gott bekommen, nur ein einziges! Und nicht einmal das eine konnten sie halten. Ihr Schöpfer hat ihnen alles gegeben, was sie zum Leben brauchten: Einen Ort, an dem sie in Frieden leben, einen Partner, den sie lieben und eine sinnvolle Aufgabe, die sie erfüllen konnten. Das Gebot war eigentlich nicht so schwer zu halten; sie durften alles essen, nur von einem Baum – dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – durften sie nicht essen. Nicht schwer?

Adam und Eva waren keine Kinder. Sie hätten es besser wissen müssen, doch eine Stimme flüsterte ihnen ein: »Wenn ihr von diesem Baum esst, werdet ihr sein wie Gott!« Den Rest der Geschichte kennen wir leider allzu gut.

Adam und Eva hörten auf die Schlange und nahmen von der Frucht, denn sie wollten sein wie Gott (übrigens steht in der Bibel nicht, dass es ein Apfel war – vielleicht eher eine Kiwi oder eine Ananas? Entscheidend ist jedoch, dass sie das Gebot brachen!)

Ist das nicht ein seltsamer Wunsch? Wie Gott zu sein. Was bedeutet das eigentlich? Sein eigener Herr sein, niemanden über sich haben, der einem sagt, was gut und böse ist. Tun, was man möchte, wann immer man es möchte. Wenn Gott tut, was Er möchte, ist das super! Er ist die Liebe und alles, was Er tut, ist sehr gut. Er ist kein Egoist.

Aber wenn wir Menschen keinen Gott über uns haben wollen, dann hat das oft einen bestimmten Grund: Wir wollen uns an keine Regeln halten, die unsere Wünsche beschneiden! Wir wollen tun, was uns gefällt – egal, was das für andere bedeutet. Als Paul Gauguin nach Tahiti reiste, um zu malen, ließ er seine Frau und seine fünf Kinder allein in Europa zurück. Er wollte Leute aus der Südsee malen, was seine Familie wollte, war egal.

Wir sind doch auch so … etwas in uns will keinen Gott akzeptieren. Tragisch, denn genau dazu sind wir gemacht. Wir haben das innere Bedürfnis nach Halt, Sinn, Hoffnung. Und wir wollen unbedingt jemanden anbeten – und wenn es nicht Gott ist, dann einen Popstar, die Kunst oder unsere Gesundheit und Schönheit etc.

Als Adam und Eva von dem Baum gegessen hatten, versteckten sie sich vor Gott. Sie hatten Angst vor Ihm. Aber Er machte Sich auf die Suche nach den beiden. Nicht, um sie zu bestrafen, sondern um ihnen zu vergeben und einen neuen Anfang mit ihnen zu machen. Und das gilt auch für uns. Lauf’ nicht weg, wenn Gott dich sucht! Er liebt dich und will dir vergeben.

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Der Artikel wurde am Dienstag, 12. Juli 2011 veröffentlicht.
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